Verpächter · 6 min · Aktualisiert 2026-05-18
Co-Location PV + Batteriespeicher — der bessere Solarpark
Ein moderner Solarpark hat selten nur PV-Module — heute wird er mit einem Batteriespeicher kombiniert. Diese 'Co-Location' steigert die Wirtschaftlichkeit und macht den Netzanschluss effizienter. Wir zeigen, was das für Sie als Verpächter konkret bedeutet.
Was ist Co-Location?
Co-Location bezeichnet die Kombination von PV-Anlage und Batteriespeicher am gleichen Netzanschluss. Die Anlagen teilen sich Trafostation, Anschlusskabel und ggf. die Stellfläche. Vorteil: der gleiche Anschluss wird mehrfach genutzt — PV speist tagsüber ein, Speicher abends.
Warum die Wirtschaftlichkeit steigt
Drei Mechanismen erhöhen den Ertrag:
- →Peak-Shifting: Strom wird gespeichert und zur Höchstpreis-Stunde verkauft
- →Netzentgelt-Optimierung: weniger Spitzenleistung beansprucht
- →Curtailment-Schutz: bei Netzdrosselung speichert der Akku statt zu verlieren
- →Regelenergie-Vermarktung: zusätzliche Einnahmequelle
Mehr Pacht für Sie
Bei reiner PV bekommen Sie eine flächenbezogene Pacht (z.B. 3.500 €/ha/J). Bei Co-Location kommen 50 €/m² für die Speicherfläche dazu — typisch 1.000 m² Standfläche, also weitere 50.000 €/J. Bei einer 10 ha-Fläche steigert das die Gesamtpacht um ~ 15 %.
Was sich für Sie ändert
Wenig. Der Speicher braucht eine kleine zusätzliche Fläche (typ. 30 × 30 m für 5 MW), die Sie aber ohnehin nicht nutzen können. Lärmemission ist gering (< 50 dB(A) am Containerrand). Bauphase verlängert sich um 2–4 Wochen. Rückbau-Bürgschaft umfasst Speicher mit ab.
- →Zusätzliche Standfläche: 500–1.500 m² je nach Speichergröße
- →Lärm: < 50 dB(A) (vergleichbar mit Gartenfräse)
- →Optisch: kleine weiße Container, max. 2,5 m hoch
- →Geruch / Vibration: keine
Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Zahlen sind unverbindliche Beispielrechnungen. Bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Fachpersonen.